Für die Werbung wäre es ideal, sagen zu können, dass Senf mich schon seit meiner Geburt begleitet. Nur ist das nicht wahr: Ich bin erst im Laufe meiner Karriere übers gute Essen zum Senf gekommen. Natürlich esse ich gern gut, noch viel lieber koche ich. Senf ist nicht das Hauptgericht, aber jene Zugabe die aus einem gutem Essen eine wahre Gaumenfreude machen kann! Senf gibt mir die Möglichkeit, meine Kreativität auszuleben, ohne Chemiker zu sein. Die Erfahrungen in aller Welt lehrten mich eine ganz einfache Wahrheit: den wirklichen Unterschied beim Essen machen die feinen Details. Deshalb widme ich mich jetzt mit Leidenschaft der Senf-Herstellung.Dahinter steckt Präzisionsarbeit. Eine neue Senfsorte benötigt eine Entwicklungsarbeit von rund drei Monaten. Schließlich ist gerade beim Sef der Kreativität fast keine Schranke gesetzt. Vom Klassiker „Deferegger Rustikal Senf“ bis zum Edlem dem „Deferegger Royal Senf“ mit frischem Estragon produziere ich zur Zeit insgesamt neun erlesene Sorten und weitere Senfkreationen sind in der Entwicklungsphase. Der Deferegger Senf wird vier Wochen KALT eingemaischt ( ethärische Öle und Wirkstoffe entfalten sich optimal) und danach geht es mit Kräutern, Früchten und Gewürzen - die natürlich streng geheim zusammengesetzt sind - an die wahre Vollendung. Erst die richtige Mischung der verschiedenen Senfsaaten, die  Dosierung und das Verhältnis der einzelnen Gewürze zueinander ergeben das Besondere. Wobei man nie vergessen darf: Der Senf spielt eine dienenden Rolle. Er ist nicht der Hauptdarsteller im Theater des Essens, sondern er versucht die Tugenden der Hauptspeise bestmöglich zur Geltung zu bringen. Hirsch oder Gamswurst verlangen anderes als Forelle und Lachs - aber die Vielseitigkeit des Senfs erlaubt mir, überall einen Beitrag zum Wohlgenuss zu leisten. Im Übrigen noch ein Wort zu einem Detail: Am Anfang ist das Wasser! Grundvoraussetzung einen hervorragenden Senf herzustellen ist kristallklares Gebirgswasser, fast kalk frei mit hohem Eisengehalt. Nirgends ist das Wasser idealer als im Defereggental, auch deshalb bin ich von meinen langen kulinarischen Reisen wieder an meine Wurzeln zurückgekehrt.